Am 16.02.2019 startete von 14.00 h bis 17:30 h, der 1. Arzt- und Patiententag zum Thema Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen im A. ö. BKH Lienz in Osttirol. 
Durch die professionelle Unterstützung der ÖMCCV-Zweigstelle Tirol mit Manuela Corinna Steinkellner, Hanna Reder, Waltraud Seidel und Annette Huber als Kontaktperson für Osttirol, konnte dieser Informationsnachmittag erfolgreich organisiert werden. In Zusammenarbeit mit dem Leiter der Gastroenterologie im Krankenhaus Lienz OA. Dr. Markus Walder der Selbsthilfe-Tirol/ Zweigverein Osttirol, vertreten durch GF Wolfgang Rennhofer, Brigitta Kashofer und Kerstin Moritz, gelang es nun auch in Osttirol für CED- Erkrankte eine regionale Plattform für Information, Beratung und Vernetzung anzubieten.
Von Betroffenen für Betroffene, die ÖMCCV -TIROL ermöglichte dieses Projekte und wird mit der Unterstützung und Organisation von Annette Huber in Osttirol weitere Selbsthilfe Treffen, die individuelle Planung von Workshops oder Informationsveranstaltungen, nun auch für CED- Betroffene regional ermöglichen. Dies ins Leben zu rufen, war schon lange ein Wunsch der ÖMCCV –Zweigstelle Tirol und wurde durch diesen 1. Arzt- und Patiententag im A. ö. BZH Lienz verwirklicht.
Die Organisatoren, Referenten und Sponsoren, waren von der großen Besucheranzahl Interessierter und Betroffener, bei dieser erstmaligen Veranstaltung in Osttirol, überwältigt.

Die Resonanz der Teilnehmer, bestärkt unser Vorhaben und das Engagement der Organisatorinnen, die Vernetzung für individuelle Beratung, Information, Austausch oder Schulungen bei Erkrankungen des Magen- Darmbereiches oder belastenden Begleitsymptome im Rahmen der CED- Erkrankung, in Osttirol zu ermöglichen.
Das Ärzte Team der Gastroenterologie vertreten durch Herrn OA Dr. Markus Walder und Herrn OA Dr. Egon Messner , schilderten in ihrem Vortrag die Problematiken der CED- Erkrankungen, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, sowie die Behandlungsmöglichkeiten und Perspektiven für Betroffene. Ernährungsempfehlungen zu den unterschiedlichsten Problemen von CED Betroffenen, deren Symptomen und Unverträglichkeiten, wurden durch eine Diätologin des KRHS, Frau Katja Lechner praxisnahe erklärt und Lösungsmöglichkeiten für eine langfristige positive Ernährungskontrolle dargestellt.
Aus der Steiermark angereist, Herr Mag. pharm. Matthias Schöggl, konnte in seinem Vortrag sehr hilfreich und eindrucksvoll das Wirkungsspektrum der medizinischen Hanfpflanze und ihre Bedeutsamkeit in der ganzheitlichen Förderung des Wohlbefindens, der Vitalität und der Beweglichkeit bei Darmerkrankten und ihren zahlreichen Symptomen und Begleiterkrankungen, ausführen. Ein Tipp zur Ernährung zum Schutz vor Entzündungen und Durchfall, die „ KAROTTENSUPPE nach MORO “, wurde mit großem Interesse des Publikums wahrgenommen.
Der Nachmittag wurde durch die psychosomatischen Aspekte der CED-Erkrankungen, im Vortrag von Herrn MMag Dr. Michael Linder, Psychologe im BKH Lienz anschaulich ergänzt. In seinem Referat orientierte er sich an den Krankheitskonzepten der Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Erkrankung und erklärte die unterschiedlichen Phänomene und möglichen Einflussfaktoren aus dem psycho-sozialen Umfeld.
Hilfreiche Kräuter für Magen und Darm, wurden von der Seminar Bäuerin und FNL Referentin Monika Bachlechner bildreich und praktikabel vorgestellt, mit zahlreichen naturnahen Beispielen, gelang es ihr die regionale Apotheke aus der Natur, dem Garten und der Küche, für jeden interessant mit zu erleben. Ob „ Schleimer“ wie Eibisch, Malve, Linde oder Leinsamen, über die „Bitteren“, wie Löwenzahn, Schafgarbe, Meisterwurz, Enzian, Wegwarte und Beifuss, oder die „Heiler“ wie Blutwurz, Schwarzbeeren, Eichenrinde und Fenchel.
Zum Abschluss des Nachmittages, erfolgte die Vorstellung der ÖMCCV und ihrer vielseitigen hilfreichen und langjährigen Tätigkeit, dies wurde durch der Leiterin der Zweigstelle für Tirol Frau Manuela Corinna Steinkellner aufgezeigt. Sie führte im Wechsel mit Frau Annette Huber durch das Programm des Arzt- und Patiententages. Die Bekanntgabe einer weiteren Kontaktmöglichkeit der ÖMCCV –Tirol, nun auch in Osttirol, mit dem Angebot für die Betroffenen Beratung, Selbsthilfegruppe und Workshops, wurde mit großem Interesse verfolgt. Das erste Selbsthilfe Treffen ist für den 7.3.2019 um 19:00 h im Selbsthilfe Treff des Zweigvereines Osttirol geplant, die Ankündigung wird im Osttiroler Boten monatlich und auf der Homepage www.oemccv.at erfolgen. Die Planung von Aktivitäten oder Workshops zu den Themen Ernährung, Bewegung, Entspannungs- Atemübungen für gestresste Bäuche, wird für die Gesprächsgruppen im Selbsthilfe Treffen, durch Annette Huber organisiert werden.
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Im Anschluss an die Vorträge ergaben sich zahlreiche Gespräche, Informationen, Beratungen mit den Ärzten, den ÖMCCV- Zweigstellen Vertretungen Tirol und Osttirol, der Diätologin, dem Pharmazeuten, der FNL Referentin. Die große Vielfalt und Auswahl an Informationsmaterial, Patienten Ratgeber zu Krankheitsbildern für Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, der mikroskopischen Kolitis und weiteren viszeralen Krankheitsbilder, Aktivitäten und Hilfestellungen der ÖMCCV, wurden zur Mitnahme intensiv genutzt. Auch die Handouts der Vortragenden, wurden von den Besuchern interessiert gelesen, besprochen und mit nach Hause genommen.
Das Buffet berücksichtigte auch die weiteren begleitenden Problematiken der CED-Betroffenen, Nahrungsunverträglichkeiten wie Gluten- und Lactoseunverträglichkeit. Auch für die vegane Ernährung hielt es Köstlichkeiten bereit. Auch hier wurden viele hilfreiche Informationen „Küchen-Tipps“ ausgetauscht und mögliche Vernetzungen geplant. Wertvolle „Omega 3“ reiche Öle oder auch regionale Hanfnüsschen, rundeten das besondere Geschmackserlebnis ab. Allen Mitwirkenden und auch besonders den Referenten, die ihre Zeit und Vorbereitung ehrenamtlich zur Verfügung gestellt haben, gilt unser besonderer Dank. Den Sponsoren die uns durch Spenden oder durch die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten und Informationsmaterialien oder die uns bei der Publikation unterstützt haben, möchten wir auch unsere besondere Wertschätzung ausdrücken. Durch ihre Mithilfe konnte der erste APT zu Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen im A. ö. BKH Lienz stattfinden.

Text: Annette Huber