Hilfe für pflegende Angehörige 2017

Die Fortbildungsreihe für das Jahr 2017 bezieht sich wiederum speziell auf die Erkrankung „Demenz“ und die Herausforderungen für Betroffene und pflegende Angehörige. In 7 fachspezifischen Modulen wird Wissenswertes vermittelt, um den Alltag zu erleichtern und so für Betroffene und Pflegende ein gutes Leben mit Demenz bestmöglich zu unterstützen.

Die Österreichische Bundesregierung hat sich in ihrem aktuellen Regierungsprogramm (infolge des demografischen Wandels und des damit einhergehenden steigenden Pflege- und Betreuungsbedarfs gerade auch für Menschen mit Demenz) dieser Problematik speziell angenommen. Unter dem Schwerpunkt „Länger gesund leben und arbeiten“ werden Projekte initiiert, die die Pflegevorsorge auch in Zukunft sichern sollen.

Die Entwicklung einer österreichweiten Demenzstrategie ist eine der spezifischen Maßnahmen. Neben der Personengruppe der zu betreuenden Menschen stehen dabei auch die Angehörigen im Fokus. Die große Überschrift lautet „Gut leben mit Demenz“. Im Regierungsprogramm wird anhand von 7 Wirkungszielen erläutert, wie ein gutes Leben mit Demenz in Zukunft gestaltet werden kann, und welche Rahmenbedingungen es dafür braucht.

Unter anderem beziehen sich die Wirkungsziele auch auf Maßnahmen zur „Kompetenzstärkung für An- und Zugehörige“, sowie des Auf- und Ausbau eines flächendeckenden Angebotes an niederschwelligen, kostengünstigen Informations- und Schulungsangeboten zu Themen, wie beispielsweise:

  • Basiswissen zu Demenz und Umgang mit Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen
  • personenzentrierte Interaktions- und Kommunikationsschulung (Validation, Alltagskompetenztraining, etc.)
  • An- und Zugehörigen Beratung und -coaching, z. B. zu Entlastungsstrategien und Entlastungsangeboten
  • Gewaltprävention, Gewalterkennung und –bekämpfung
  • Informationen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
  • Beratung zur rechtlichen, sozialen, beruflichen und finanziellen Situation für An- und Zugehörige
  • Aus unseren Erfahrungswerten der letzten drei Fortbildungsreihen können wir diese strategischen Schritte der Bundesregierung nur begrüßen. Mit unserer heurigen Fortbildungsinitiative setzen wir einen wesentlichen Schritt zur Unterstützung und Beratung in Anlehnung an die von der Bundesregierung definierten Wirkungsziele zur erfolgreichen Realisierung einer flächendeckenden Demenzstrategie. Wir richten unseren Fokus vorrangig darauf, verstehendes Verständnis für die Erkrankten zu entwickeln, typische Verhaltensveränderungen richtig zu deuten und dementsprechende Hilfe und Unterstützung für die Erkrankten und deren soziales Umfeld zu erwirken.

Neben der Vermittlung von Wissen soll aber auch eine Plattform zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch geboten werden.

Dank der großzügigen Beteiligung zahlreicher Sponsoren aus dem öffentlichen und privaten Bereich, sowie der fachlichen Beiträge unserer Expertinnen zum Thema „Demenz“ konnten wir ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammenstellen, welches alle wesentlichen Facetten des Lebens mit Demenz umfasst. Die Vortragende sind Spezialistinnen im eigenen Bereich und werden in einfachen theoretischen Anleitungen und praktischen Übungen das nötige Know-how für die Betreuung- und Pflege zuhause vermitteln.

Menschen mit Demenz benötigen unsere besondere Zuwendung. Angehörige von Menschen mit Demenz benötigen unsere besondere Unterstützung und Stützung, die herausfordernden Aufgaben zu bewältigen, damit beide Seiten ein gutes Leben mit und ohne Demenz inmitten unserer Gesellschaft leben können.

INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN:

Info-Abende (später auch Veranstaltungsorte):

  1. September,  Wohn- und Pflegeheim Lienz
  2. September,  Rotkreuz-Stelle St. Jakob i. D.
  3. September,  Kultursaal Kartitsch

Beginn jeweils 19:00 Uhr

Mindestteilnehmerzahl:     5 Personen
Unkostenbeitrag:                 40 Euro
Anmeldung:                           Selbsthilfe Tirol, Zweigverein Osttirol
04852/606/290 oder 0664/38 56 606 oder per email: selbsthilfe-osttirol@kh-lienz.at

Nähere Informationen zu den einzelnen Modulen finden Sie in der aktuellen Broschüre:

Pflegeprojekt 2017